WARUM ICH SCHREIBE, WENN ICH NICHT PRODUZIERE

Manchmal produziere ich nicht. Keine Beats, keine Drops, kein Export-Button. Nur Stille. Oder dieses nervöse Grundrauschen im Kopf, das nichts greifen will.

Dann schreibe ich. Nicht, um klug zu wirken. Nicht, um Content zu füllen. Ich schreibe, weil irgendetwas raus muss, bevor es sich festsetzt.

Schreiben ist mein Rohmaterial, wenn der Sound noch keine Form hat. Gedanken, die noch nicht tanzen können. Wut ohne BPM. Euphorie ohne Kick.

Wenn ich nicht schreibe, fängt alles an zu schwimmen. Ideen verlieren ihre Kanten. Alles wird gleich. Austauschbar. Schreiben hält mich scharf. Es trennt Müll von Substanz.

Manche Texte werden später Tracks. Manche bleiben einfach Text. Beides ist okay. Nicht alles muss laut enden.

Ich schreibe, um mir selbst zuzuhören. Um zu merken, was mich gerade wirklich beschäftigt, bevor ich so tue, als wäre es nur ein technisches Problem im Arrangement.

Produzieren ist Handwerk. Schreiben ist Seismograph. Beides gehört zusammen. Wenn eines fehlt, kippt das Ganze.

Und manchmal ist Schreiben einfach der einzige Weg, ehrlich zu bleiben, wenn man gerade keinen Beat verträgt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert