Ich sitze in meinem Studio, die Neonlichter flackern wie ein epileptischer Bass, und irgendwo in mir kriecht diese ekelhafte Angst hoch: Was, wenn alles, was ich mache, in einem gigantischen, schwarzen Loch verschwindet? Wenn jeder Beat, jeder Track, jede Ekstase in der Schwebe der Bedeutungslosigkeit versandet?
Es ist wie dieser Moment kurz vor dem Drop, wenn alles still wird, nur der Herzschlag, der wie ein defekter Bass läuft. Ich sehe all die Social-Media-Tiere draußen: Likes, Shares, Klicks… Zahlen, die wichtiger zu sein scheinen als alles, was man tatsächlich fühlt. Labels, Manager, Algorithmen… alle schauen nur auf Reichweite, Trends, virale Mikrowellen-Hits. Und du? Du sitzt da, mit schmutzigen Fingern vom Mixer, Pizza auf dem Boden, denkst über Melodien nach, die vielleicht nie jemand hört.
Und trotzdem, irgendwie, genau in diesem absurden Moment, entsteht Kreativität. Du bist gefangen in der Angst, nichts zu hinterlassen, aber gleichzeitig bist du gezwungen, weiterzumachen. Jeder Track, den du startest, der vielleicht wieder zerfällt, jeder Blogtext, jeder kleine Chaos-Moment, das ist ein Widerstand gegen die Leere. Gegen die Gleichgültigkeit der Welt. Gegen die verdammte Bedeutungslosigkeit.
Ich brauche euch, Rave Rebellen des Bass-Bataillon. Ohne euch bin ich nur ein Typ in einem Raum voller Kabel, der gegen die Stille anschreit. Eure Reaktionen, eure Klicks, euer Mitfiebern, das ist mein Sauerstoff. Wir müssen gemeinsam wachsen, 2026 wird unser Jahr. Und am Ende des Jahres werde ich auf den Bühnen stehen, die Hände in die Luft, und ihr werdet wissen, dass die Angst besiegt wurde. Zumindest für die Nacht.

